Der Qualitätsfaktor ist ein wichtiges Messinstrument in Google Ads. Er dient Google dazu, zu ermitteln, wie relevant deine Google Ads Anzeige und die dazugehörige Landingpage für ein bestimmtes Keyword sind. Diesbezügliche Erkenntnisse verwendet Google wiederum, um die Klickkosten für deine Anzeige zu ermitteln und um festzulegen, auf welcher Position deine Anzeige letztendlich erscheint.
Je höher Google den Qualitätsfaktor deiner Anzeigen also einschätzt, desto geringer werden die Kosten und desto höher stehen deine Chancen auf eine gute Positionierung deiner Anzeigen in den Suchergebnissen.
Google selbst verwendet für die Bemessung des Qualitätsfaktors eine Skala, die von 1 (am schlechtesten) bis hin zu 10 (am besten) reicht.
Der Qualitätsfaktor selbst setzt sich aus den folgenden Faktoren zusammen:
Um die Relevanz für den User auf der eigenen Website zu steigern und gleichzeitig relevante Anzeigen zu kreieren, solltest du Keywords verwenden, die genau das signalisieren, was sich der Interessent wünscht.
Das jedoch setzt voraus, dass du deine Zielgruppe kennst, und zwar perfekt!
Nur, wenn du weißt, wer bei dir kauft, wer sich auf deiner Website aufhält, wer deine Leistungen beanspruchen oder seine Kontaktdaten bei dir hinterlassen möchte, weißt du auch, was du dieser Person „anbieten“ musst und kannst deine Keywords entsprechend filtern.
Gut gewählte, sinnvolle und relevante Keywords wirken sich schließlich auf den Qualitätsfaktor aus.
Google verwendet für die Ads-Anzeigen das sogenannte Gebotsverfahren. Dies bedeutet: je mehr du für deine Anzeige bezahlst, desto höher wird sie gelistet. Ein hoher Anzeigenrang bedeutet natürlich, dass die Anzeige von vielen Interessenten gesehen und demzufolge auch öfter angeklickt wird.
Allerdings ist der Preis eben nicht der einzige Faktor, anhand dessen sich die Reihenfolge der Positionierung in den Suchergebnissen bemisst.
Du kannst dir nämlich auch dann einen guten Anzeigenrang sichern, wenn das Budget geringer ist als das der Konkurrenz. Dies erreichst du, indem du daran arbeitest, dass dein Qualitätsfaktor deutlich höher eingestuft wird. So kannst du auch mit einem geringen Budget eine tolle Positionierung für deine Anzeige erreichen.
Durch ständiges Auswerten der KPIs, also der wichtigen Kennzahlen, findest du heraus, welche deiner Anzeigen besonders gut laufen und welche nicht. Dies gibt dir erste Erkenntnisse darüber, was du optimieren kannst.
Durch die regelmäßige Optimierung deiner Anzeigen wird sich auch der Qualitätsfaktor deutlich erhöhen. Gleichzeitig sinken die Klickkosten, sodass du zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst.
Du siehst also, wie wichtig es ist, die Anzeige nicht nur einfach zu erstellen und dann laufen zu lassen, sondern das Ergebnis regelmäßig zu überprüfen und zu optimieren.
Wenn du in dein AdWords-Konto eingeloggt bist, klickst du einfach auf das Keyword, dessen Qualitätsfaktor du ermitteln möchtest. Links findest du eine Spalte „Qualitätsfaktor“.
Sollte dies nicht der Fall sein, musst du die Spalte zunächst über die Funktion „benutzerdefinierte Spalten“ hinzufügen.
Welchen Nutzen hat der Qualitätsfaktor?
Der Google Qualitätsfaktor hat verschiedene Nutzen.
Zum einen garantiert er dem User, dass dieser hochwertige und für ihn relevante Inhalte findet.
Zum anderen trägt er dazu bei, dass jeder, der eine Ads-Kampagne betreibt, sich bei deren Erstellung mehr Mühe gibt.
Abgesehen davon ist der größte Nutzen des Qualitätsfaktors, dass du auch mit einem geringen Budget im Gebotsverfahren einen guten Anzeigenrang ergattern kannst. Andernfalls würden AdWords-Nutzer, die nur ein geringes Budget aufbringen können, benachteiligt und diejenigen, die ein hohes Werbebudget haben, würden sich automatisch immer die besten Positionierungen sichern